SpVg Ländchen/Sieberath – SG92 I 0:3 (0:2)

Souveräner Derbysieg 

Am gestrigen Sonntag stand das mehr oder weniger schwere Auswärtsspiel beim Kellerkind aus Ländchen/Sieberath an. Die Rollenverteilung war von Beginn an klar. Der Gastgeber versuchte sein Glück mit langen Bällen und demonstrierte so über 90 Minuten, dass an diesem Tag gegen eine im gesamten Mannschaftsverbund kompakt-stehende erste Mannschaft keine Chance bestand, die drei Punkte zu behalten. Auf unserer Seite gab es im Vergleich zum Spiel gegen Oberahr eine Änderung. Der leicht angeschlagene Linden wurde von Rühr ersetzt, der an diesem Tag sein Startelf-Debüt in dieser Saison gab. In den ersten zehn Minuten war es die Mannschaft um das Trainerduo Wirtz/Dederichs die das Tempo und den Takt vorgab. Gute Einschussmöglichkeiten boten sich hier bereits für Rühr und Miller. Auf der Gegenseite wurde es dann zum ersten Mal gefährlich, als ein katastrophaler Fehlpass im Spielaufbau nur kurz vor dem Sechzehner durch ein Foul gestoppt werden konnte. Ab hier wusste man direkt, dass das einzige Ziel des Gastgebers war, möglichst schnell in Überzahl zu kommen und über lamentieren und protestieren eine rote Karte für die SG92 zu fordern.

Jedoch ist die gelbe Karte an Gerhards hier vollkommen korrekt einzuordnen, da sich mit Klein und Dederichs zwei weitere Abwehrspieler in der Gefahrenzone befanden. Der folgende Freistoß wurde dann unter der Mauer durch an den Pfosten getreten. Lediglich hier kann man vom Pech für den Gegner sprechen. Durch das lamentieren und die vielen Nickligkeiten wurde der Spielfluss des Öfteren unterbrochen und der Schiedsrichter verwarnte gleich 3 Akteure aus Ländchen zurecht mit der gelben Karte. Wer einen Schlag ins Gesicht, einen Sprung in den Rücken und ein taktisches Foul (von hinten) nicht als gelbe Karte wertet, sollte sich mal das Regelbuch durchlesen. Ein weiteres Indiz dafür, dass man beim Gastgeber merkte, dass man seine Chance nur in der Überzahl sieht, war die klarste Schwalbe in der ganzen Saison. Hier hätte der Schiedsrichter den Achter von Ländchen/Sieberath wegen Dreistigkeit vom Platz stellen müssen (dieser war bereits mit gelb verwarnt), tat dies jedoch nicht. An dieser Stelle muss dem Schiedsrichter also eher ein Lob ausgesprochen werden, der das Spiel somit nicht zu früh zu Gunsten der SG92 entschieden hat. Für die Tore an diesem Tag sorgten wir also selber. Ein sehr gut getretener Freistoß von Hamelmann konnte nicht geklärt werden und somit schob der bärenstarke Caputo überlegt ins flache Eck ein. Kurz vor der Pause wurde es wieder ein wenig hektisch. Zunächst vergab die Spielvereinigung seine zweite Chance vor dem stark klärenden Soens, im Gegenzug machte es Rühr besser und vollendete eine Flanke von Caputo sehenswert per Lupfer über den Torwart zur 2:0 Pausenführung. Abgebrüht und zur richtigen Zeit waren das die zwei Nackenschläge für die Heimmannschaft, von denen sie sich, das darf vorweg gesagt werden, in der zweiten Halbzeit nicht mehr erholten. Die erwartete Trotzreaktion blieb somit auch anfangs der zweiten Halbzeit aus und so war es leicht die weit geschlagenen Bälle in Person von K. Schmitz, Klein und Gerhards abzufangen und den eigenen Spielaufbau wieder nach vorne zu treiben. Nach 60 Minuten griff der Schiedsrichter endlich durch und verwies den rechten Verteidiger der Sieberather, der zu keiner Zeit ein probates Mittel gegen den flinken Hamelmann gefunden hat, zurecht mit der Ampelkarte vom Feld. Mit zwei Toren Rückstand und ein Mann weniger war die Messe somit gelesen. So war es dann auch der eingewechselte Linden, der nur per Foul im Strafraum gestoppt werden konnte und somit das entscheidende 3:0 herausholte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Schwarz gewohnt sicher. Am Rande muss hier wieder der Schiedsrichter gelobt werden, der zuvor bei einem normalen Foul von Hufschmidt auf die zweite gelbe Karte verzichtete und gleichzeitig eine rote Karte auf Grund der Notbremse des Heimkapitän stecken lies. Selbst eine gelbe Karte (die hier statt rot gezeigt werden musste) wurde nicht gegeben und so kann der ebenfalls vorverwarnte Kapitän von Glück reden, das Spiel beenden zu dürfen. Weitere sehr gute Konterchancen wurden dann noch von Caputo, Rühr, Miller, Schwarz und Hamelmann ausgelassen. Kurz vor dem Ende konnte sich dann doch nochmal Soens auszeichnen, in dem er den dritten (!!!) Abschluss im gesamten Spiel von Ländchen abwehrte. Wahnsinn!
Alles in allem muss man der gesamten Mannschaft für diese Leistung ein riesengroßes Kompliment machen. Alle Mannschaftsteile haben das auf dem Platz abgerufen, was in einem Derby wichtig ist. Einsatzwille, Zusammenhalt und die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Der Sieg geht somit auch in der Höhe vollkommen in Ordnung, da über 90 Minuten nur 3 Torabschlüsse zugelassen wurden und eine Vielzahl von Torchancen erspielt worden war. Zur Leistung des Schiedsrichters ist alles gesagt, man sollte vielleicht einen Tag Abstand zum Spiel nehmen, bevor man einen Spielbericht schreibt (kleiner Tipp eines Derbysiegers). Die Vielzahl an Rechtschreibefehler lässt zumindest im Lager der SG92 darauf schließen, dass sehr viel Alkohol und Frust dahinter stecken.
Bedanken wollen wir uns an dieser Stelle nochmals herzlichst bei unseren mitgereisten Fans. Wahnsinn, dass wir im Derby auswärts (!!!) mehr Leute am Rand stehen haben als die Heimmannschaft. Vielen Dank hierfür. Ende der Saison werden wir das mit euch nochmals ausgiebig feiern. Vorher geht der Blick aber wieder nach vorne. Bereits am kommenden Freitag steht das schwierige Heimspiel gegen Ülpenich an. Anpfiff wird in Reifferscheid um 18:30 Uhr sein. Vorbericht wird folgen.
PS: Wir sind die Sieger, die Sieger vom Derbyspiel… 😉
Bericht: A. Gerhards

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