SG Feytal/Weyer – SG92 I 2:4 (1:2)

Sieg beim Ligaprimus!!

Quelle: fußball.de

 

Im Vergleich zum Sieg gegen Schöneseiffen stellte das Trainergespann Wirtz/Dederichs auf einigen Positionen um. So spielte Schmitz und der zuletzt verletzte Klein wieder in der Viererkette.
Die Vorgehensweise war vorher intern klar besprochen worden. Mauern und Beton anrühren würde bei einer derart starken Offensive nicht zum Erfolg führen. So suchten wir von Beginn an Fehler in der gegnerischen Abwehr. Bevor wir jedoch richtig ins Spiel gefunden hatten, lag der Ball schon im eigenen Netz. Zunächst behauptete sich ein gegnerischer Stürmer zweikampfbetont an der Außenlinie und flankte punktgenau auf seinen Sturmpartner, der per Seitfallzieher das 1:0 für den Favoriten erzielte. Dann kam wohl die kurioseste Szene im gesamten Spiel. Direkt nach dem Wiederanstoß spielte Gerhards aus circa 63 Meter Torentfernung einen langen Ball über die gegnerische Abwehr, Caputo erlief den Ball, täuschte jedoch nur einen Schuss an und so rollte der Ball ohne jegliche Berührung in den Winkel. Einige Zuschauer Sprachen nach Spielende von Glück, die Mehrzahl der Anwesenden zollten Gerhards einzigartige Genialität zu.
Nach dem 1:1 wurde das Spiel von beiden Seiten offen geführt, sowohl auf unserer Seite gelang es Hamelmann zweimal in letzter Sekunde gegen Einschüsse zu klären, auf der anderen Seite ließ aber auch die SG92 gute Chance liegen. Zehn Minuten vor der Pause war es dann eine übermotivierte Aktion eines gegnerischen Abwehrspieler, der Linden klar im Sechzehnmeterraum foulte. Der gefoulte trat infolge auch zum Elfmeter an und versenkte diesen gewohnt eiskalt zum 2:1 für die Gastmannschaft. Kurz vor Pausenpfiff dann die Riesenchance zum 3:1. Nach einem Foulspiel schaltete Linden schnell und spielte Gerhards flach in den Raum an, dieser flankte butterweich auf DeMarco der das Kunststück fertig brachte und aus zwei Meter Torentfernung den Ball nicht im Tor unterbrachte. In der Regel sind das die entscheiden Szenen die im Spiel bestraft werden. Somit ging es „nur“ mit 2:1 für den Außenseiter in die Halbzeitpause. In der Halbzeit war dann der Wille das Spiel gewinnen zu wollen in den Gesichter der Spieler zu erkennen. Und dieser Wille wurde nach Wiederanpfiff direkt belohnt. DeMarco und Caputo pressten energisch auf die gegnerische Abwehr und erzwangen den Ballverlust der schlussendlich vom letztgenannten zum 3:1 bestraft wurde. Wer dachte, das Spiel wäre gelaufen, sah sich leider getäuscht. In einer eher unübersichtlichen Situation Pfiff der Schiedsrichter einen Foulelfmeter für die Heimelf. Zunächst klärte die SG92 noch sehr robust, doch beim Nachsetzen eines Abwehrspielers fiel der gegnerische Stürmer. Das dies eine glasklare Schwalbe war, konnte der Schiedsrichter aus seiner Position nicht sehen, die Chance zum 3:2 ließ sich der „Gefoulte“ aber nicht nehmen und versenkte ebenfalls eiskalt vom Punkt.
Zehn Minuten vor Spielende dann wohl die entscheidenen Situationen. Zunächst verletzte sich ein Spieler von Feytal weit in unserer Hälfte und diesem wurde (wie das FairPlay uns gelehrt hat) von einem Spieler unserer Mannschaft geholfen. Statt den Ball ins Seitenaus zu spielen, flog ein weiter Ball auf den gegnerischen Stürmer, der durch die Hilfe des SG92-Spielers aber nicht im Absatz stand. Trotz mehrfacher Aufforderung – von beiden Seiten – den Ball ins Seitenaus zu spielen, lief dieser auf Soens zu und wurde im Sechzehnmeterraum klar gefoult. Dies sah jedoch der Schiedsrichter nicht und im direkten Gegenzug war das Glück dann ein zweites Mal auf unserer Seite, indem eine klare Abseitsstellung von Rühr nach Zuspiel von Miller nicht geahndet wurde. Rühr behielt dabei die Nerven und verwandelte mit seinem ersten Treffer nach seiner Verletzung das 4:2. Damit war auch der Bann gebrochen und es entstand keinerlei Gefahr mehr für die Abwehrkette, die in Person von Schmitz,Klein,Niessen und J.Dederichs an diesem Tag zweikampfmäßig überragend agierte. Somit endete das Spiel mit 4:2 für die Gäste.
In diesem Spiel konnte man sehen, was Zusammenhalt und der absolute Wille gewinnen zu wollen bewirken können. Durch die besagten Situationen am Spielende kann man vielleicht von Glück reden, aber im Sinne der FairPlay-Regel und auch an der Mehrzahl von klareren Torchancen geht das 4:2 für uns in Ordnung.
Eine bärenstarke läuferische Leistung der Offensivreihe um Linden, Caputo und DeMarco, eine läuferisch und zweikampfmäßig fehlerfreie Leistung von Schwarz und Hamelmann und eine Viererkette die keinen Zweikampf scheute, brachten am Ende den verdienten Erfolg. Nicht zu vergessen sind abermals die Einwechselspieler, die sofort auf der Höhe des Geschehens waren und das Team in der entscheidenden Phase unterstützten.
Mit dieser Einstellung und Leistung können wir jede Mannschaft schlagen. Jedoch muss es auch der Wille eines jeden Spielers sein, diese Leistung abzurufen.
Ein riesiges danke am Ende noch unseren mitgereisten Fans. Die Lautstärke und die überwältigende Anzahl an Personen (unter anderem 40 aus Bitburg) zeigen, was für ein Potenzial in diesem Verein steckt.

Bericht: A. Gerhards

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